Raspberry Pi

  • Shodans Wunsch ist mir Befehl - hier ist der Thread :-)


    Also hab jetzt erstmal nur ein bissi rumgespielt. Auf meiner neuen 16GB-SD-Karte läuft grad erst der Speed-Test, wesshalb ich das normale Debian Squeeze-Image für den Pi erst nur auf meiner alten 2GB-Karte draufgespielt hab.


    Das Ding bootet rasch, und mit "startx" ist man gleich mal im X-Windows. Dort wirds etwas zäher, und der Ram (sind ja nur 256mb) ist bald voll. Das ändert sich hoffentlich wenn ich die größere Karte drin hab, und nen eigenen Swap-Bereich definiert habe.


    Was möchte ich als nächstes Testen?
    - Quake III :-) Soll ja recht gut laufen, dank 3D-Chip im Pi!
    - XBMC über die RaspBMC-Distro. Ist zwar noch eine Entwicklungsversion mit vielen Bugs und mühsam, aber testen möcht ichs doch :-)
    - Raspberry Pi als Airplay-Device. Anscheinend geht das! Und das würde den Pi zum idealen Gerät für iDevice-TV-Streaming machen!

  • Neben xbmc waere auch interessant, ob das ding TV signale - zb ueber elgato eyetv - aufnehmen und ins LAN speisen kann, von wo man den tv stream per mobile device abgreifen kann. Dazu muesste entweder die elgato eyetv oder die terratec home cinema software am PI laufen.


    Martin, hast du sat tv? Ich haett naemlich noch einen elgato sat tuner uebrig zu testzwecken...

  • hmm, nein, die elgato software gibts eigentlich nur für mac und windows. und nur am mac kann offenbar das signal ins LAN streamen.


    elgato selbst linkt aber hierher und sagt, dass elgato zeugs auch unter linux geht: http://www.elgato.com/elgato/i…treamsat/product1.de.html ---> http://www.drbreinlinger.de/


    "PC Kompatibilität
    EyeTV Netstream Sat ist kompatibel mit Windows 7 und arbeitet ausgezeichnet mit Windows Media Center zusammen. Die im Lieferumfang enthaltene TV-Software THC für Windows bietet viele der Funktionen, die EyeTV 3 am Mac bietet. Auch unter Linux lässt sich EyeTV Netstream Sat nutzen."


    Transcoded wird nix wirklich; man kann aber ein elgato-dongle anstecken, das einen je nach Netz-bandbreite automatisch skalierenden transcode vollgas beschleunigt bzw eh überhaupt erst möglich macht.


    also mich würde das sehr interessieren, da ich noch eine SAT buchse frei hab und der Pi braucht keinen platz... in der kombo könnt ich mir noch einen SAT-TV-Streamer inklusive movie streamer(xbmc) bauen; irgendwann wird XBMC wohl auch das feature "movie stream" realisieren, das es in Plex schon gibt. Maybe gehts in XBMC eh auch schon, das war mir aber bislang nicht wichtig.


    von elgato gibts btw auch DVB-T und DVB-C tuner...

  • .. so far:


    hab mir ein für ARM-CPUs angepasstes image gezogen (www.raspbian.org) und alle updates gemacht. Jetzt erkennt X11 auch die Auflösung meines Monitors richtig, und überhaupt läuft dieses OS weitaus flüssiger als das basis-debian. dafür ist raspbian aber noch in entwicklung und kann noch einige fehler aufweisen.


    jetzt läuft grade mein quake 3 build .. mal sehen, ob ichs hinkriege. das wär schon cool :-)


    EDIT
    Quake 3 läuft. Allerdings ohne Sound. Dazu müsste ich es nochmal kompilieren, und weil das 1,5h gedauert hat, spar ich mir das :-) außerdem muss man den Pi auf eine Ram-Verteilung von 128/128 setzen (also 128 fürs System und 128 für die Grafik) sonst startet Quake nicht.


    Ich habe Midroi als Webbrowser installiert, aber heutige Webseiten sind einfach zu ressourcenfressend, um auf dem Pi flüssig zu laufen :-/ Ich wollte ja meine Foren-Beiträge am Pi schreiben, aber das war mir dann zu langsam.


    Nächster Test ist die RaspBMC-Distro .. das ist ein schlankes XBMC-angepaßtes OS .. mal sehen, wie das läuft - das interessiert ja den Shodan besonders :-)


    to be continued...

  • RaspBMC getestet.


    Das XBMC-OS ist super-easy zu installieren und zu benutzen! Nach dem Kopieren auf die SD-Karte startet es erstmal sein internes Setup, lädt updates runter, etc. und ist nach ein paar Minuten einsatzbereit. Es kommt mit der hübschen Confluence-Skin daher, und hat bei mir auf anhieb einen guten und relativ flüssigen Eindruck hinterlassen!
    Nochmale, damit das klar ist: für diese Installation braucht man echt keine Kernphysiker-Ausbildung! Das ist Super-Easy und läuft out-of-the-box! Das einzige was man dem RPi bieten muss, ist ein DHCP-server damit er gleich beim Hochfahren ne IP-Adresse bekommt - alles weitere ist selbstlaufend, und als User wird man dann erst in die grafische XBMC-Gui entlassen - im Grunde keine Linux-Kenntnisse notwendig!


    Hab derzeit nur die USB-Tastatur als Fernsteuerung benutzt, und noch nicht mit echten Remotes rumgespielt. Aber da gibts für Linux eh genug Support, und noch ist RaspBMC ja in der Testphase. Die bauen sicher noch was ein, um auf einfachem Weg Remotes zu konfigurieren.


    Ich hab noch was händisch angepasst, damits meinen Vorstellungen entspricht:
    in der Datei /boot/config.txt eine Zeile mit dem Inhalt "hdmi_drive=2" eingefügt, damit Sound über HDMI ausgegeben wird.
    in der Datei /etc/fstab eine Zeile für mein NAS-share eingefügt, auf dem die Filme und Musik liegen, damit das beim Hochfahren gleich verbunden wird.


    Filme werden flüssig abgespielt, Audio ebenfalls, die Menüs sind flüssig solang nix im Hintergrund läuft, ansonsten habens leichte Verzögerung von ca. 1-2 Sekunden. Auch die Framerate sowohl beim Videoplayback als auch beim Menü geht dann bissi in die Knie, wenn grad ein Film läuft und man in den Menüs rumwerkelt. Für mich wär das aber akzeptabel, wenn man bedenkt, dass der RPi mit Versandkosten nur € 45,- kostet, aber eine komplette Mediasuite liefert! Und das bei nur ca. 4W Leistung unter Vollast *lol*


    Positiv:
    Airplay hat sofort funktioniert! In den Optionen vom XBMC aktiviert, und schon konnte ich Musik und Filme auf den RPi streamen! Allerdings ruckeln Filme, was entweder an meinem WLan oder an der 100mbit-Verbindung vom RPi liegen könnte .. oder einfach am geringen Speicher von dem kleinen, der nicht genug Cachen kann :-)
    Bilder klappen aber sofort und anstandslos.
    Somit ist der RPi das erste Gerät (abgesehen vom AppleTV), auf dem ich Airplay zum laufen bekommen hab! Hat bisher weder auf meinen OSX Lion (mit Airplayer) noch auf meinem Windows-PC (mit AirMediaPlayer) geklappt.


    Negativ:
    Manche Filmeformate werden nicht unterstützt. MPG2-support fehlt, weil es keine Lizenz für den Grafikchip vom RPi gibt, und MOV's hat er auch nicht abgespielt (es waren runtergeladene Trailer von Gametrailers. keine Ahnung welches Codec die haben)


    Was kommt in Zukunft?
    Noch läuft die RaspBMC-Distro ja auf dem original Debian für RPi. Sollte das Projekt jedoch auf Raspbian umgestellt werden, dürfen wir wohl dank HW-Float dann einen Geschwindigkeitsschub erwarten. In einigen Internetforen hab ich schon von Leuten gelesen, die händisch XBMC auf Raspbian kompiliert haben, und das läuft anscheinend viel flotter als bei der RaspBMC-Distro.

  • danke, martin, das klingt ja sehr sehr gut! wie du sagst, ein HTPC für 45 EUR all inclusive, das ist nicht schlecht. zumls das apple tv als - 2x so teure - konkurrenz bislang ja nur 720p ausgeben kann....

  • Dafür spielt das AppleTV halt MPG und MOV problemlos ab ...
    Aber da tut sich am RPi-Sektor sicher noch einiges .. RaspBMC ist ja grad mal ein paar Monate alt, und noch nicht mal optimiert :-)


    Ich werde bei Gelegenheit noch ein paar MKV's testen, und dann nochmal hier berichten.


    ABER
    In der Zwischenzeit teste ich am RPi den lighttp-Webserver. Der RPi wäre dann ein Webserver, der grad mal 4W unter Vollast braucht :-) Den lass ich weitaus lieber 24/7 laufen, als meinen Core-i5-PC mit >50W idle :-))
    Für private Zwecke eine super Lösung glaub ich!

  • danke, martin, das klingt ja sehr sehr gut! wie du sagst, ein HTPC für 45 EUR all inclusive, das ist nicht schlecht. zumls das apple tv als - 2x so teure - konkurrenz bislang ja nur 720p ausgeben kann....


    *räusper* apple TV 3 kennst nicht ? :D hat auch 1080p support - http://www.apple.com/at/appletv/

  • ääähmm .. blöde Frage ..
    Warum sieht man auf dem Thumbnail MEHR von meinem Schreibtisch als auf dem normal-großen Foto?!? Das wundert mich grad echt! Ist ja fast wie bei Bladerunner, wo sie auf Fotos um die Ecke sehen können .....


    <EDIT> ok, scheint so zu sein, dass mein iPad (mit dem ich das Foto gemacht hab) einen Thumbnail in den EXIF-Infos des Bildes ablegt. Dieser wird vom GW-Forum-Foto-Uploader erkannt, und gleich verwendet. Nur - ich hab das Bild nach dem Fotografieren mit IrfanView verkleinert, aber der EXIF-Thumbnail wurde unverändert übernommen! Mystery solved .. und wieder was gelernt :-))

  • Sehr cool! Und da das neue Modell vom RPi auch 512mb Ram hat, läuft XBMC schon jetzt flüssiger. Wenn der Support nativ ist (was wohl bedeutet: es kommt eine offizielle XBMC-distro für RPi) sollts nochmal etwas besser gehen.
    Damit ist das wohl der billigste XBMC evarrr :-))