[Multi] Call of Cthulhu

  • Ich zocks gerade. Ist eigentlich recht gut würd ich sagen! Die Atmo passt, jeder Lovecraft Fan wird sich gleich heimisch fühlen. Auch das Storytelling fügt sich da super ein. Gameplaytechnisch halt leider nur, ich würd mal sagen ein "extended walking simulator". Also Rätsel alle Supereasy bis selbstlösend. Das Dialogsystem ist da noch das beste, bißchen Bioware-light. Vertonung ist super, leider ist das Charakterdesign wie aus der Zeit gefallen - wirkt wie frühes PS3 Niveau.

  • Anderseits - was wollt ihr von nem Cthulhu-Game? Wie soll Cosmic Horror dargestellt werden?


    Bei Dark Corners of the Earth war auch nur das erste Kapitel in Innsmouth wirklich "cthluoid", mit den seltsamen Bewohnern, dem grusligen Flair und den abgefuckten Gebäuden. Ab dem Zeitpunkt, wo man Waffen bekommen hat, wars eigentlich ein Lovecraft-Inspirierter Shooter. Viel vom mysteriösen Cthulhu-Horror ist danach nicht geblieben. Insbesondere war das dann im Kaptibel auf dem Schiff zu bemerken ...


    Und rätsellastig "muss" ein Cthulhu-Game eigentlich auch nicht sein. Lovecrafts Charaktere lösen auch in den Kurzgeschichten keine Rätsel - jedenfalls nicht im typischen PC Adventure Stil a la Lucas Arts und Co.


    Im Grunde soll es hauptsächlich gruselig-mystische Atmosphäre und viele unerklärliche Einzelteile enthalten, die am Ende in einem "boah-what-the-fuck-IAAAAaaaahhheee-Cthulhu-fthagn-Shubb-Niggurath......C:€" *sabber* *irres-Gelächter* Höhepunkt kulminieren. Dazwischen passt ein walking simulator eigentlich recht gut. Immerhin sind lovecrafts "Helden" auch nur normale Leute, denen - teils über Jahre hinweg! - seltsame Dinge im Alltag wiederfahren, und die dann plötzlich den Zusammenhang erkennen - meist im letzten Satz der Geschichte.

  • Okay, ich muss meine ganze Vorfreude jetzt ein bissi dämpfen. Ich spiels derzeit und bin grad am Anfang von Kapitel 10.


    Es ist ein Walking-Simulator mit Lovecraft-Story, einigen wenigen Action-Sequenzen, und ok-Grafik.

    Leider muss ich aber sagen, dass einige Indie-Studios sowohl den psychologischen Horror, als auch das Horror-Walking-Sim-Genre bereits viel besser gemeistert haben, als es Cyanide hier gemacht hat*. Das Spiel ist durchschnittlich - aber leider nicht mehr :-(

    An allen Ecken und Enden merkt man, dass ein bissi mehr Feinschliff gut getan hätte. Und vor allem das RPG-System wirkt sehr .. unfertig. Meiner Meinung nach hättens das komplett weg lassen und die Zeit und Energie lieber in die anderen Aspkte des Spiels stecken sollen.


    Aber wer weiß, vielleicht reißt es das Ende nochmal richtig raus.


    Hmja. Jetzt bin ich durch, und weiß nicht recht. War schon ok, aber hatte imho einfach zu viele technische Mängel und Designfehlentscheidungen. Vielleicht merkt man da auch den Entwicklerwechsel der auf halber Strecke stattgefunden hat.

    Ich hatte das schlechte(ste) Ende :-D Die anderen hab ich mir dann auf YouTube angeschaut. Imho kein Replay-Value, weil man im Grunde nicht sagen kann, welche Entscheidungen das Ende tatsächlich beeinflussen (z.B. stand da auch jedesmal "this will influence your fate" wenn Pierce nen Whiskey getrunken hat.)




    *) ich sprech hier vor allem vom genialen Layers of Fear, aber auch Conarium ist wirklich gut, und spielt sogar im Lovecraft-Mythos-Universum!